„Da Jesus geboren war, zu Bethlehem im jüdischen Lande zur Zeit des König Herodes, siehe da kamen Weise vom Morgenland nach Jerusalem und sprachen, wo ist der neugeborene König der Juden, wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen um ihn anzubeten.“ Matthäus Evangelium Kapitel 2, Bibel
Wie so viele Sachen, die ich in Indien erlebt habe, war auch dieses Weihnachtsfest absolut skurril und alles andere als normal. Denn wie schon vor rund 2000 Jahren, haben sich 2 Weiße/ Weise sowie ein schwarzer Hund aus dem Morgenland [hier Indien] gen Westen [Rajasthan] gewannt, den Sternen folgend, auf der Suche nach einem neuen König. Welche Erkenntnisse, wie, wo und mit wem gefeiert wurde und was dabei herauskam gibt’s nach dem Klick!
Da ich mir von Zeit zu Zeit die Gelehrtenschuhe anziehe, möchte ich an dieser Stelle mit einem meiner Lieblingsthemen, den unbegrenzten Weiten des Alls und diesmal in Verbindung mit einem theologischen Hintergrund, etwas zur allgemein Bildung beitragen. Für diejenigen, die nicht an Zufälle glauben, nichts mit der Bibel am Hut haben oder einfach nur [schöne] Bilder bestaunen wollen, den verweise ich auf das Ende dieses Blogges. Für alle anderen gilt: Augen auf und „mitmeißeln“
Am 17.12.1603 hat Johannes Keppler [Astronom] eine Konjunktion [zwei Planeten scheinen sich extrem nahe zu kommen] von Jupiter [Königssymbol] und Saturn [Schutzsymbol] im Sternzeichen der Fische, was ein Zeichen für das Westland (damals Israel) darstellt, beobachtet und ausgerechnet, ob und wann dies schon einmal geschah. Denn als Astronom und Universalgenie wusste er von einer Rabbiner [jüdischer Lehrer] - Aufzeichnung, die dies in der Vergangenheit beschrieb. Unserer heutigen Weihnachtsgeschichte! Sein Ergebnis, welches von allen Gelehrten seiner Zeit angezweifelt und für unhaltbar gehalten wurde, war: Im Jahre 7 vor Christi Geburt (7 BC) kam es dreimal zu solch einer Planetenkonstruktion. Doch erst 1925 entdeckte ein deutscher Archäologe namens Paul Schnabel eine in Keilschrift verfasste Aufzeichnung, welche astronomische Notizen der Astrologenschule von Babylon enthielten, die Kepplers Aussagen bestätigten.
Doch was passierte damals genau? Am 7.2.07 BC war diese beschriebene Konjunktion für etwa zwei Stunden das erste Mal zu sehen und die Gelehrten kamen aufgrund der oben beschriebenen Bedeutungen zu dem Ergebnis, dass ein neuer König in Jerusalem zur Welt kommen wird.
Am 29.5.07 BC war diese Konstellation erneut und bedeutend stärker sichtbar. Da es aber Sommer war und eine Reise somit viel zu heiß gewesene wäre, was ich in Indien bestätigen kann, haben sich die drei Gelehrten erst am 3.10.07 BC gen Westen losgemacht. Zusätzlich war der dritte Oktober noch ein besonderes Datum, nämlich Jom Kippur (jüdische Versöhnungsfest). Es machten sich also drei Weise ohne Kosten und Mühen zu scheuen, aus dem Osten, auf Kamelen beritten durch die Wüste, den Sternen zu einem bestimmten Datum folgend Richtung Westen. Wer hier keine Ähnlichkeiten sieht (zwei Weiße, auf Kamelen durch die Wüste Thar, von Bikaner nach Westen, unter den Sternen zu einer ganz bestimmten Zeit) dem kann ich auch nicht weiter helfen. Nur waren wir nur zwei Tage und vor 2000 Jahren brauchte man für die Strecke Babylon nach Jerusalem knappe zwei Monaten, so dass die Gelehrten ende November das Westland erreichten. Doch wann ist denn nun der neue König geboren und viel wichtiger, wann können wir endlich das nächste Jahr zu Weihnachten unsere Geschenke erwarten? Genau am 4.Dezember um 8.30 pm! Wie ich darauf komme? Ganz einfach, Nachbauten von Jerusalem haben ergeben, dass am 4.12.07 BC um 20.30h der „Stern“ exakt über Bethlehem erstrahlte und am Ende einer Straße, die exakt von Norden nach Süden reicht, über ein Haus zum „stehen“ gelangte. Wer jetzt denkt, alles nur Hokuspokus- wieso habe ich meine Kostbare Zeit nur wieder mit diesem Blog verschwendet, dem „offenbare“ ich gerne meine Quellen. Und somit ist auch zu erklären, warum die hiesigen Geschäftsmänner schon im Oktober jedes Jahr die golden und silbrig glitzernden Schokoweihnachtsmänner sowie Lebkuchen zum Kauf anbieten. Nicht etwa, wie jeder gedacht hätte, um schneller mehr über eine längere Zeit zu verkaufen, was zu größeren Gewinn führen würde? Nein! Genau wie damals Kopernikus haben sie einfach viel früher erkannt, dass unsere Zeitrechnung wie auch das Weihnachtsfest viel eher liegt.
Die Inder wiederum lassen sich auch jetzt noch nicht davon beirren und feiern weiterhin am 25.Dezember jeden Jahres ihr Weihnachtsfest. Was aber eher der einhergehenden Kommerzialisierung, als der Tradition und Glauben zu schulden ist.
Für all die anderen Leser, drei Kamele, drei Kameltreiber sowie Ben, meine Wenigkeit und ein streunender Hund sind am 24.12.2009 für drei Tage in die Wüste aufgebrochen, um MEHR zu erleben, MEHR zu machen und MEHR aus dem sonst so „alltäglichen“ Weihnachtsfest – eben mal alles anders – zu machen.
Dass wir immer MEHR zu essen bekamen, als wir eigentlich wollten, da unsere Kamel Walas des englischen kaum mächtig waren und immer nur „Yes“ verstanden, wir das Wort „MEHR“ somit einführen, für alles was wir mehr oder nicht mehr haben wollten, sollte eine Erkenntnis sein.
Natürlich dürfen dabei die vielen (MEHR) Momente und Erlebnisse einer Kamelsafari, die Sonnenuntergänge, das Leben mit den sonst nur aus der ferne und im Zoo bestaunten Tiere, Reiten mit und ohne Sattel und dem damit verbundenen Fall, den schon aus Australien und schon vergessenen „unendlichen Weiten“ einer Wüsten- sowie Steppenlandschaft, dem obligatorischen schlafen unter freiem Sternenhimmel und nachhaschen von Sternenschnuppen, und dem „schmücken“ und aussuchen eines passenden Weihnachtsbaumes nicht unerwähnt bleiben.
Doch wie so oft, sprechen Bilder mehr als die meisten Worte. Viele Grüße und ein schönes neues und gesundes Jahr 2010 (nach Christi).









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